Science Slam

17 Okt

am 6. Juli 2022

Laut Wikipedia ist ein Science-Slam ein wissenschaftliches Kurzvortragsturnier, bei dem die WissenschaftlerInnen ihre Forschungsthemen innerhalb einer vorgegebenen Zeit präsentieren. Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten werden unterhaltsam präsentiert, thematisch gibt es keinerlei Beschränkungen – Beschränkungen gab es an diesem Abend thematisch wirklich nicht.

Begonnen hat Denise (Anglistin und Germanistin) den Abend mit einer Vorstellung über die Vermittlung von Werten, Normen und Regeln mithilfe von Kinderliteratur, genauer gesagt dem altbekannten „Struwwelpeter“.

Den zweiten Vortrag hielt Henrik (Altphilologe) über Obszönitäten im alten Rom mit Bildern entsprechender antiker Darstellungen.

In einem zweiten Präsentationsblock hat uns Theresa (Betriebswirtin) über skurrile Steuern aus der Vergangenheit und Gegenwart aufgeklärt und von ihrem Praxissemester bei Curacon (Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Standort in Münster) erzählt,

Marten (Musik und Mathematik) hat über die Datebarkeit von Frauen und Männern mithilfe der Stinson-Theorie berichtet.

Abgeschlossen hat den zweiten Präsentationsblock Teresa (Biowissenschaftlerin), mit einer Präsentation über den Herstellungsprozess von Biersorten und das Verhalten von Hefe während dieser Prozesse.

Nach einer kurzen Pause und einer Abstimmung über die beste Präsentation des Abends, durften sich Theresa und Henrik den ersten Platz teilen. Gewonnen wurde dabei eine Flasche Sasse Sechser, jede teilnehmende Person hat eine Tafel Schokolade als Gewinn erhalten. (Sasse ist eine Feinbrennerei aus Schöppingen)

Vielen Dank an Marten und Michelle, die diese lehrreiche Veranstaltung organisiert haben! Wenn jetzt mal jemand fragt, wieso manche Kinder eigentlich so schlecht erzogen sind, oder wie man messen kann, ob man potentielle PartnerInnen weiter daten sollte – nach diesem Abend können alle von uns, die an der Veranstaltung teilgenommen haben, weiterhelfen.

Stiftungsfest

17 Okt

vom 17. bis 19. Juni 2022

Konzert am Samstagnachmittag

Nach einer tollen Kneipe am Freitagabend stand als nächstes das Konzert zum Stiftungsfest auf dem Programm, das am Samstag, den 16. Juni um 15 Uhr auf dem Ingvaeonenhaus stattfand. Michel als Musenwart hatte gemeinsam mit Moritz, der das Konzert moderierte, ein anderthalbstündiges Programm zusammengestellt.

Ein besonderes Highlight erlebten die Zuhörer direkt zu Beginn des Konzerts, denn Bbr. Daniel Fischer hat seit Längerem mal wieder auf dem Haus vorbeigeschaut und zwei Stücke auf dem Klavier gespielt.

Danach folgten zwei Beiträge, die erst einige Abende zuvor von Denise und Moritz geplant wurden. Denise hat gesungen und wurde von Moritz am Klavier begleitet. Vor der Pause lieferte Moritz noch zwei weitere Beiträge am Klavier, bei denen er selbst gesungen hat.

Nach der Pause ging es mit zwei Stücken weiter, die Marten zu Schulzeiten als Teil einer Drei-Personen-Band aufgeschrieben hatte. Marten selbst saß am Klavier und begleitete (oder eher leitete) Lea an der Klarinette und mich an der Querflöte.

Nach unserem Trio folgten Beiträge von Moritz, der Klassik auf der Gitarre spielte, was ich besonders schön fand, denn so etwas hatte ich persönlich vorher noch nicht oft gehört. Was mich ebenfalls besonders gefreut hat, war ein Beitrag, der nicht aus der Aktivitas stammte. Lola, die Freundin von Lorenz, hat ein französisches Lied am Klavier gespielt und dazu gesungen.

Anschließend spielte Leo ein Stück auf seiner Geige, das er bereits beim Ingvaeonenfest im letzten Herbst gespielt hatte, das aber immer noch genauso gut war.
Den krönenden Abschluss bildete ein Duett mit Leo an der Geige und Lola am Klavier.

Ich bekam auch von den Gästen die Rückmeldung, wie beeindruckend es gewesen sei, dass wir ein anderthalbstündiges Konzert zusammengestellt hätten, und wie vielfältig es gewesen sei. Dem kann ich mich nur anschließen und möchte mich bei den beiden Organisatoren und allen, die etwas beigetragen haben, bedanken.

Festball am Samstagabend

Ein sehr warmer Abend im Juli, drei E-Scooter mit Ingvaeonen in Abendgarderobe, Tomatenkaltschale, Schützenfest in der Nachbarschaft und um 6 im Bett, das sind die ersten Assoziationen, die ich mit Beginn des Balls im Hotel Münnich in Münster Gremmendorf zum 75. Jahrestag der Ingvaeonia verbinde. 

Allen denen, die dabei waren, muss ich wohl kaum daran erinnern, wie warm es an diesem wunderschönen Tag war. Für alle anderen, die nicht dabei waren: auch abends um 20:00 zeigte das Thermometer noch knappe 30 Grad an. Auch die E-Scooter Fahrt, auf die sich Marten, Nicholas und ich begaben, da wir die Kaltschalen für den AHV Konvent am nächsten Tage ein bisschen zu langsam zubereiteten, brachte nicht die erwünschte Abkühlung. Ich, das allererste Mal auf einem E-Scooter, musste mit Enttäuschung feststellen, dass 20 km/h nicht wirklich schnell sind… Naja auf jeden Fall bot sich allen Menschen und vor allem den Schützenfestgästen in Gremmendorf ein interessantes Bild. 

Etwas verspätet startete der Festakt mit einer Rede unserer Präsidin Michelle Oppermann und mit einleitenden Grüßen des amtierenden SV-X Marten Konstantin Gerdes. Vor dem Essen, sorgten Moritz und Denise für ein wenig musikalische Unterhaltung. Und auch unser AHV Vorsitzende Jockel war sich keiner Grußworte zu Schade. Dazu überreichte er den 100-Semester Zipfel an Bbr. Herwig Niemeyer.

Das Buffet bestand aus Gurkenkaltschale und Salatbowl als Vorspeise, Schweinerückensteak, Spaghetti in Knoblauchsoße und Ziegenkäse auf Gemüsebett, als Nachtisch erfreute uns die typisch münsterländische Herrencreme. Die vegetarische Variante und der Nachtisch waren aus meiner Perspektive auf jeden Fall sehr lecker. Nach dem Essen erfreute uns Henrik mit einer Weiterführung seines Scetches vom letzten Ingvaeonenfest, indem der die Geschichte mit den Nachnamen der Ingvaeonen weitererzählte. Am späten Abend versuchte Bbr. Kalli Sipply uns mehr oder weniger erfolgreich mit Comedy zum Thema Schönheitschirurgie zu unterhalten. 

Im Anschluss wurde der Tanzteil des Abends eröffnet. Nach den ersten ein zwei Tänzen verlagerte sich der sonst eher tanzfreudige Teil der Aktivitas nach draußen, wahrscheinlich auch dem Wetter geschuldet, denn draußen war es deutlich angenehmer. Bis zum nächsten Ball müssen wir aber auf jeden Fall unser Tanzdurchhaltevermögen zurückgewinnen. 

Ein kleiner Kreis der Aktivitas feierte dann nach dem Ende im Hotel Münnich noch ADH weiter, und es endete, wie häufig nach Stiftungsfesten, bei einer kleinen Morgenmalzeit bei McDonalds, bevor es dann auch für uns ins Bett ging.

Tanzworkshop

17 Okt

am 25.Mai 2022

„Schön ist, was die Seele tanzen lässt“ – Andreas Tenzer

Im Tanzworkshop dieses Semesters hatten einige Aktive die Gelegenheit bekommen, ein paar Volkstänze zu erlernen. Geleitet wurde dieser von Sonja, ich durfte ihr beim Vorführen der Schritte assistieren.

Vom fröhlichen Kreis, dem Jig, der Sternpolka bis hin zum Jiffi Mixer haben wir alles an diesem Tag gelernt.

Nachdem konzentriert alles geübt wurde, konnten wir richtig mit dem Tanzen loslegen. Das tolle an den Volkstänzen ist, dass jeder mit jedem Tanzen konnte. Ob in einem großen Kreis, mit wechselnden Partnern oder in einer Schlange, langweilig wurde es nicht! Mit ihrer Begeisterung zum Tanzen und dem Talent andere mitzureißen, hat Sonja den Abend und den Workshop wirklich schön gestaltet. Am Ende konnte man nicht nur einige neue Tänze für sich mitnehmen, sondern man hatte auch einen Abend voller Lachen, Spaß und Freude erlebt. Wenn so ein Erlebnis die Seele nicht tanzen lässt, was dann?

Offene Bühne

17 Okt

am 13. Mai 2022

Am Freitag, den 13. Mai fand der Höhepunkt eines jeden Semesters statt: Die Offene Bühne.

Richtig gehört, an einem Freitag den 13! Während wir Aktive also fleißig den Saal für die Technik bereitmachten und das wunderbar von Bbr. Michel designte Plakat an die Haustür anbrachten, fragten wir uns, was heute alles schiefgehen müsste. Aus heutiger Sicht kann glücklicherweise festgestellt werden, dass nichts schiefgegangen ist, und alle einen fantastischen Abend hatten.

Ab 19 Uhr war der Saal mit Theaterstrahlern erhellt und technisch aufgebaut, die Theke mit einer Vielzahl an Getränken und Brezeln bestückt und eine gemütliche Sofaecke im Kabuff eingerichtet. Sodann strömten langsam und je weiter der Abend ging immer mehr Gäste ins Haus hinein, gegen 21 Uhr waren es wohl um die 70 geworden. Unter ihnen befanden sich auch unsere Altingvaeonen CF Schmidt und Harald Schwentker und seine Frau Ulrike, die die Anreise auf sich genommen hatten, um die musikalische Vielfalt des Programms wahrzunehmen. Dieses wurde durch ganz unterschiedliche Akteure geprägt.

So trat zu Beginn und später dann nochmal zur „Prime Time“ die Band „Sunday Chocolate Club“, die unseren Bandkeller für Proben mietet, auf und zeigte ein energiereiches Programm. Auf Nachfrage, wie deren selbstgeschriebene Musik zu betiteln wäre, bekam ich die Antwort, dass sie „Indie-Pop mit Krach“ spielten. Darauf folgte Bbr. Michels Vater, der selbst Gitarrenlehrer ist, mit seinem Freund Thilo und zusammen zauberten sie gefühlvoll und mit Können an den Gitarren unter anderen Bob Dylan Songs.

Ebenso trat Nele auf, die, als sie das Plakat zur Offenen Bühne in ihrer Studien-What‘s-App Gruppe sah, sich spontan dazu überwand allein zu singen.  Bschw. Lea lud ferner Freund:innen von ihr ein, zum ersten Mal als Band auf einer Bühne zu stehen und Songs zu singen; auch sie konnten mit ihren selbstgeschriebenen Liedern überzeugen.

Auch Freund:innen von Bschw. Olivia, die sie bei den Proben zu ihrem Musical im Theater Münster kennengelernt hatte, sangen einige Cover bekannter Songs und machten bei Jam-Sessions mit. Eine solche gab es auch zwischen Johannes und Mathis, die ebenfalls unseren Bandraum mieten.

Schließlich konnten auch einige Aktive mit ihren musikalischen Fähigkeiten überzeugen. So trat zum einen unsere Hausband bestehend aus Olivia (Gesang), Michel (Bass), Moritz (Gitarre) und Leo (Geige) mit dem Song „Toxic“ von Brittney Spears auf und konnte damit alle Gäste verzaubern. Zum anderen stellte uns Bbr. Moritz eindrucksvoll sein Können an Gitarre und Klavier zur Schau und lieferte mit wechselnden Künster:innen unvergessliche musikalische Momente.

Nach dem offiziellen Programm dauerte die daran anschließende Jam-Session, an der sich viele talentierte Gäste beteiligten, noch bis tief in die Nacht an. Einhellig versicherten mir alle Zuschauer:innen, dass sie einen wundervollen Abend genießen konnten, für einige war der Tag sogar der Höhepunkt ihres Semesters – sogar an einem Freitag, den 13.

Escape-Room

17 Okt

am 20. April 2022

Es ist KEIN Bier auf dem Haus?!

Am 20.04.2022 begann der Abend mit einer gediegenen Runde Flunky-Ball. Im Berliner Fachjargon wird dieses Spiel auch „Bierball“ genannt. Wer auch immer sich das ausgedacht hat… Fleißige Bier- und Limotrinker:innen wandten sich ihren Flaschen zu und im Nu hatten wir die eine oder andere Runde hinter uns gebracht.

Glücklicherweise hatten wir schon im Voraus genug Flüssigkeit zu uns genommen, denn plötzlich kam die Schreckensnachricht – Dieb:innen hatten unser gesamtes Getränkelager entführt, und, als wäre dies nicht genug, hatten sie sogar noch die Kühlschränke im Saal abgeschlossen. Auf der Suche nach einem Schlüssel im Saal dann der Schreck – eine Kamera streamte unseren Raum zu den Dieb:innen. Gut, dass wir wussten, wer sie waren – LEA und JP!

Nach einer kurzen Suche fanden wir einige Puzzleteile und auch einige Rätsel, die uns zu verschiedenen Zahlen im Raum führten, die schlussendlich drei Codes ergaben. Unser Ziel war es, die Kühlschränke zu befreien und die Kaltgetränke zurück in unser Gewahrsam zu bringen. Das gelang nun mit diesen Codes. Nach circa zwei Stunden gemeinsamer Kniffelarbeit hatten wir alle Rätsel gelöst und belohnten unsere Arbeit mit einem Getränk. Das Getränkewart:innenamt sollte ja nicht zum bloßen Staubwedler:innenamt des Getränkekellers werden.

Vielen Dank an Lea und JP, die diesen wunderschönen Abend gestaltet haben. Man unterschätz glaube ich, wie viel Arbeit es ist, einen solchen Escape-Room alleine zu gestalten. Wie praktisch war es da, dass Lea für ihren Verkehrsgastantrag vor einigen Semestern einen Escape-Room gestaltet hatte und diesen dann gemeinsam mit JP aufarbeiten konnte. Auch finde ich es schön, wie viele von uns Zeit gefunden haben, diesen Abend gemeinsam zu erleben. Ich hoffe doch, dass dieser Rätselabend nicht der letzte gewesen ist.

Erklärung: Bei einem Escape-Room wird man in einen Raum „eingesperrt“ und muss mit Rätseln einen Ausweg finden, in diesem Fall waren aber nicht wir sondern die Getränke eingesperrt, und wir mussten sie befreien.

Krimi-Kneipe

5 Dez

am 2. Juli 2021

Der spannende Sporenfall

Manchmal ist die Ingvaeonia wie der Orient-Express – nicht alle überleben. Diese schmerzliche Erfahrung durfte Kassenwartin Katja im Rahmen unserer Krimi-Kneipe machen.

Am 02.07. wurden wir nämlich in die fiktive Parallelwelt einer anderen Ingvaeonia geschleudert, in der Kassenwartin Katja Opfer eines ruch- wie ehrenlosen Verbrechens wurde. In den Rollen von Ältestenrat Anton, Gartenwartin Greta, Hauswartin Hertha, Musenwart Markus und Putzwart Peter versuchten wir diesen Mord gemeinschaftlich aufzuklären. Wir sahen uns dabei in folgende Situation hineinversetzt: Die sechs Personen verbrachten ihre Semesterferien adH. Um der Eintönigkeit der Ferien entgegenzuwirken, organisierten sie wöchentliche Veranstaltungen auf dem Ingvaeonenhaus. Neben einem vielbeachteten Theaterstück von Musenwart Markus stand auch ein klassischer Abend auf dem Programm. Diesen wollte Putzwart Peter am Tag der Tat auf die Beine stellen. Doch es kam anders. Statt milden Melodien befiel die Kassenwartin eine (ver-)pestende Pilzvergiftung. Sie war tot. Nach heller Aufregung aller Beteiligten, drängte sich eine Erkenntnis auf: Kombiniere, kombiniere – da ist irgendwas im Busch!

Die Aufregung wich Argwohn. Wo war denn Hauswartin Hertha zur Tatzeit? Was hat Ältestenrat Anton im Treppenhaus gemacht? Wieso hat gerade Putzwart Peter die Leiche gefunden? Und wer hat ein Motiv? Nun schlüpften wir wirklich in unsere Rollen. Zumeist in Zweiergruppen spielten, später aber lebten wir jeweils eine Persona und rangen darum die Wahrheit zu ergründen. Ganz nach unseren Vorbildern des Münsteraner Tatorts Börne und Thiel wandten wir dabei modernste Techniken der Verhörkunst an, um unsere Opfer mit Arroganz und hanseatischer Kaltschnäuzigkeit gefügig zu machen. Im Laufe des Abends stellten sich bei zunehmender Intensität der Anschuldigungen erschreckende Dinge heraus: Von heimlichen Liebschaften zwischen Hausverein und Aktivitas über Erpressungen und Veruntreuungen der Aktivenkasse bis zur Zweckentfremdung der SV-Nadel als brutale Stichwaffe – alles war dabei. Die tiefsten Abgründe der Spiegelwelt- Ingvaeonen lagen offen vor uns dar.

In nervenaufreibenden Stunden gingen nicht nur unsere Charaktere, sondern auch wir an unsere psychologischen Grenzen. Erst in den frühen Morgenstunden konnte das Rätsel gelöst und die drei ??? in drei !!! verwandelt werden. Dazu bedurfte es kleiner Hinweise des  Krimi-Spielleiters  Marten, der  über die  gesamte  Zeit den

Überblick behielt. Er hatte nämlich den gesamten Kriminalfall aus eigener Feder verfasst und ferner passende Rollenkarten entworfen. Dabei hatte er eine komplexe Geschichte aufgebaut, die uns einiges an Kombinierfähigkeit abverlangte; so viel sogar, dass auch der AHV in Form von Julia Haunschild tatkräftig mithelfen musste. Zwar bestach diese Kneipe nicht durch ihren musikalischen Charakter, brillierte stattdessen durch exzellente Vorbereitung und Anleitung des Inoffiz von Marten. Alle Beteiligten hatten nicht nur ungemein Spaß, sondern werden zukünftig auch auf den gesundheitsschädlichen Gefahren von abgestandenem Bier achten.

Danke, Marten.

Digitale Vernissage

5 Dez

am 25. Juni 2021

Bei dem ersten Gedanken an eine digitale Vernissage könnte man denken: Das kann nichts werden. Kunst über den Bildschirm erleben, wie soll das gehen?

Man konnte zwar die Aura eines Werkes nicht in sich aufsaugen, wie es vor Ort möglich gewesen wäre, aber dennoch war es möglich, gemeinsam Kultur zu erleben und darüber zu diskutieren. Wir wurden virtuell auf einer eigens dafür erstellten Website (https://www.ingvaeonia.de/longform/muse-3-0/) inhaltlich durch die Werke geführt. Diese stammten von Künstlern aller Altersklassen aus der Zeitperiode 2020/21, insbesondere in den Phasen des Lockdowns. Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Installationen und Fotographien waren die Darstellungstechniken, die die Künstler nutzten, um ihre Themen zu visualisieren. Einige wurden geschichtlich und thematisch aufbereitet, für das Publikum erklärt und mit Hintergrundwissen bereichert. Der Abend war vielfältig, informativ und regte spannende und amüsante Diskussionen und Gespräche an. Die Themen drehten sich um die Pandemie, das Erwachsenwerden, die eigene Verwandlung, Gefühle, Gedanken und zwischenmenschliche Beziehungen.

Es ist nicht dasselbe, die Arbeiten in Natura betrachten zu können oder die Diskussionen persönlich zu führen. Aber der Abend stellte sich als Erfolg und als sehr bereichernd heraus in einer Zeit, wo kulturelle Veranstaltungen oft vernachlässigt werden. Für mich persönlich gehörte die Vernissage zu den gelungensten digitalen Veranstaltungen.

Das etwas andere Stiftungsfest, dritter Versuch

5 Dez

am 12. Juni 2021

Ein Haus mit 11 Bewohner:innen, eine Aktivitas mit 21 Mitgliedern, ein Altingvaeonen-Bund bestehend aus 120 Menschen, eine Verbindung, das zweite Jahr ohne ihr Stiftungsfest in Präsenz.

Ja Ihr habt richtig gelesen, und viele von euch sind sicherlich auch schon informiert gewesen, auch in diesem Jahr musste unser Stiftungsfest auf Grund der Corona- Pandemie, wieder in abgespeckter Form digital stattfinden.

Statt der Kneipe am Freitag und dem Ball am Samstag, fand nur eine digitale Kneipe über Zoom statt. An dieser nahmen 22 Aktive und Altingvaeonen teil. Im Offiz hielten unser damaliger Präside JP und AHV-Vorsitzender Jockel Hassel eine Rede, und im Inoffiz verbrachten wir die Zeit bis kurz vor 12 mit unterschiedlichen Spielen. Eins davon war ein Spiel, in dem man aus seinem Zimmer in einer gewissen Zeit z.B. eine Zwiebel oder drei Teile in den Bundesfarben in die Kamera halten sollte.

Obwohl das Stiftungsfest nur sehr eingeschränkt stattfinden konnte, hatten wir einen schönen Abend, und ich glaube ich spreche für alle, wenn ich sage, dass wir uns sehr auf das Ingvaeonenfest im November freuen und die Daumen drücken, dass alles gut verlaufen kann.

Bis dahin ein herzliches vivat, crescat, floriat.

„Digitale Offene Bühne“

5 Dez

am 28.Mai 2021

Die digitale offene Bühne war eine der ersten großen Veranstaltungen, an der ich teilgenommen habe. Sie wurde mir über die Tage und Wochen hoch angepriesen, und so war meine Vorfreude ziemlich groß. Als ich den Präsiden JP (Jan Philipp Fahrbach) für sein Cover üben sah, von Michelles Poetry Slam und Henrik Hegenbergs Video hörte, und auch selber mit Olivia Zessin im Bandkeller saß, um an unserem Beitrag zu arbeiten, wuchs die Vorfreude immer mehr. Ich konnte es außerdem kaum abwarten, die Reaktionen auf den legendären „Brittas Knast“-Song zu sehen.

Dann ging es am Abend also endlich los, und ich kann vorab schon mal sagen: meine Erwartungen wurden übertroffen.

Wie schon im letzten Jahr hat sich Lea Hammerschmidt als Musenwartin des Wintersemesters mit den anderen Organisator:innen von StMV „Blaue Sänger“ Göttingen und AMV Makaria Bonn zusammengesetzt und einen wunderbaren Abend erarbeitet.

Wir als Zuschauer:innen konnten daran teilhaben, wie Lea (MS), Marvin-John (BN) und Annika (GÖ) einen kulturellen Abend in der Stadt MüBoGönien (Münster, Bonn, Göttingen gemischt mit Balkonien) erlebten.

Der Abend begann mit klassischer Musik im Theater. Ganz passend dazu waren die drei Städtetrippler adrett in Bluse, Kleid oder Sakko gekleidet. Hier gab es unter anderem von einer Bläsergruppe mit unserem Bundesbruder Johannes Leuftink als Beitrag eine Aufführung der Oper Don Giovanni in Form einer „Harmoniemusik“. (Harmoniemusik ist Opern-Musik, die extra für Bläsergruppen umgeschrieben wurde, und hat eine lange Tradition. Schon zu Mozarts Zeiten wurde sie bei gesellschaftlichen Anlässen aufgeführt oder auch von Komponist:innen zur Werbung für ihre Werke genutzt.)

Nach dem klassischen Teil schlenderten Lea, MJ und Annika ein wenig über die Straßen MüBoGöniens. Dabei entdeckten sie lauter kleine oder große kulturelle Beiträge. Von Poetry Slams bis zu einem Straßenfestival war alles mit dabei, und immer wieder machten die drei eine kurze Pause in Kneipen. Hier gab es mal Rock- Beiträge, etwas Jazz oder auch HipHop. Zum Beispiel hat JP das Lied Supercuts von Jeremy Zucker als Loop-Cover vorgespielt. Das heißt, dass er alle Instrumente

nacheinander selber aufgenommen und dann dazu gesungen hat. Henrik hat hier sein Video gezeigt. In diesem hat er Stimmen aus einem bekannten Internet-Witz am Computer über einen Hip-Hop Beat gelegt.

In dieser Sektion hat nun auch unsere Thekenfrau Britta den Auftritt bekommen, der ihr zusteht. Ein großer Anteil der Aktivitas hat ihr den Song Brittas Knast gewidmet. Britta ist eine Schaufensterpuppe, die seit einigen Jahren im Haus ist und inzwischen zu einem Maskottchen der Aktiven wurde. Mehr zur Entstehung des Songs kann man sich auf Seite 56 im Ingvaeonenblatt Nr. 42 durchlesen, und wenn man den Song hören möchte, kann man sich auch gerne an mich wenden, um den Link zum Musikvideo zu bekommen.

Am Ende, nicht mehr in adretter Kleidung, sondern für die Party schick gemacht, ging es auf den Dancefloor, wo vor allem elektronische Musik die Feierlaune erweckte. Hier zeigten Olivia und ich, Michel, unseren Beitrag. Wir haben zusammen einen Elektro-Song produziert. Dafür saßen wir mehrere Tage im Bandkeller und haben verschiedene Instrumente und Geräusche aufgenommen. Zum Beispiel haben wir aus dem Geräusch des Öffnens einer Bierflasche ein Schlagzeug nachgestellt. Diese akustischen Geräusche haben wir mit elektronischen, wie zum Beispiel mit einem Synthesizer, gemischt und daraus den Song produziert.

Nach den Party-Liedern war das Programm zu Ende, und nachdem noch einmal alle Beiträge mit der schönen Idee einer digitalen Tour durch das kulturelle MüBoGonien gezeigt wurden, hatten wir Zuschauer:innen die Möglichkeit, uns in Breakoutsessions (dabei werden aus allen zugeschalteten Teilnehmern kleine Gruppen zur Kommunikation in überschaubarer Runde gebildet) über unsere Beiträge und den Abend auszutauschen. Bis spät in die Nacht hinein unterhielten wir uns und ließen den Abend Revue passieren.

Mit dem Konzept einer fiktiven Städtetour haben Lea, MJ und Annika es super gut geschafft, alle zum Teil sehr unterschiedliche Beiträge in passende Genres und Locations unterzukriegen und so den Abend unterhaltsam und interaktiv zu gliedern. Insgesamt gab es 23 Beiträge, davon waren fünf aus Münster.

Es war alles in allem ein wirklich spannender Abend mit unfassbar vielen faszinierenden, lustigen und beeindruckenden Beiträgen. Alle meine Erwartungen wurden übertroffen, und ich kann wirklich sagen, dass diese Veranstaltung eines meiner persönlichen Highlights im letzten Semester war.

SV-Songcontest

5 Dez

am 22. Mai 2021

In diesem Semester wurde das erste Mal der SV-Songcontest ausgetragen, an dem alle SV-Verbindungen teilnehmen konnten. Eingereicht wurden insgesamt 19 Beiträge aus verschiedenen SV-Bünden, und es wurde ein voller Erfolg.

Monate zuvor haben wir, während unseres Songwriting-Tages, begonnen einen Song über unsere geliebte Schaufensterpuppe Britta zu schreiben, der an diesem Tag Premiere feiern sollte

Aufbau der Veranstaltung war, dass in einem Zoom-Meeting alle Beiträge gezeigt und hinterher ein Gewinnersong gewählt werden sollte, ganz nach Vorbild des Eurovision Song Contests.

Eine Woche zuvor wurden bei den Ingvaeonen noch schnell die Videoaufnahmen zu unserem Song aufgezeichnet und in einer Nacht und Nebelaktion von Henrik zusammengeschnitten, sodass unser Song einschließlich Video spätabends am 21.5. bereit für den Contest war.

Den Tag starteten wir mit einem gemeinsamen Frühstück im Saal und danach zogen Olivia, Michelle, Henrik, JP und Marten los, um uns bei Pinkus bei einem gemütlichen Bier auf den Nachmittag einzustimmen.

Nach einer kleinen Bierprobe durch das gesamten Sortimentes machten wir uns schnell auf den Weg zurück in die Wehrstraße, wo Theresa schon auf uns wartete. Dort angekommen wurden Laptop und Beamer angeworfen und dann ging es auch schon los.

Die Beiträge bestanden aus einer Vielzahl völlig unterschiedlicher Musikrichtungen und vielen kreativen Musikvideos.

Nachdem alle Beiträge gezeigt worden waren, gab es eine kleine Zusammenfassung und Zeit für die einzelnen Bünde sich zusammenzufinden und ihre Punkte zu vergeben.

So schrieb jede*r bei uns die persönliche Punktevergabe auf und diese wurden im Nachhinein bundesintern verrechnet, so dass ein Gesamtranking entstand. Platz 1 belegte die Musische Gruppe Auerbach aus Darmstadt mit einem Cover von „No One Else Is Singing My Song“ aus der amerikanischen Fernsehserie von 2015 „Crazy Ex-Girlfriend“, bei dem jede*r Mitwirkende, aufgrund der nicht möglichen Präsenztreffen ein eigenes Video aufnahm. Die einzelnen Videos wurden dann zu einem Gesamtvideo zusammengeschnitten.

Unser Song „Brittas Knast“ schaffte es nach einem sehr spannenden Ranking auf einen großartigen vierten Platz und wird bestimmt noch einige Male zu hören sein.

Als krönenden Abschluss des Tages kochte Marten für alle, und so ließen wir den Abend gemütlich beim im Anschluss stattfindenden Eurovision Song Contest mehr oder weniger auf dem Sofa im Saal schlafend ausklingen.