Kreativtag

5 Dez

am 17. Mai 2021 und Lisas Maskenkleid

Folgend einige Impressionen zum Kreativ-Tag und ein Stimmungsbild durch einige der Teilnehmer:innen:

Marten und Henrik haben uns am Sonntag einen kreativen Tag der besonderen Art beschert, bei dem die Wortfetzen in der Poetry-Slam Gruppe nur so geflogen sind. Nach knapp 5h Texteschreiben kam es dann im Saal zum ultimativen Showdown, bei dem jede/r im Slam von seiner geschriebenen Poetry zu überzeugen wusste. – JP

Mir hat der Kreativtag richtig, richtig gut gefallen! Nach einer Einleitung in das Thema von Marten haben wir uns Themen überlegt und dann einzeln an Texten gearbeitet, die wir uns am Ende des Tages präsentiert haben. Mit Pausen zwischendurch & der ein oder anderen Mate-Flasche hat man den kreativen Tag echt schnell rumbekommen, und die Ergebnisse waren absolut hörbar! Man hat richtig gemerkt, wie viel Mühe sich jeder gegeben hat und das fand ich echt cool. – Denise

Also ich hab den von Marten angeleiteten Poetry Slam gemacht und es war super entspannt. Es sind auch einige sehr gute spannende Texte entstanden. Saßen den ganzen Nachmittag im Garten und haben uns die Texte abends gegenseitig vorgetragen. – Michelle

Es war ein sehr schöner Tag, wo man beim kreativen Arbeiten mit den anderen quatschen und sich austauschen konnte. Die Stimmung war sehr entspannt und lustig. – Teresa (T2)

Der Tag war richtig schön: ich war mit Elli, T2, Lea, Hannah und Henne bei den Bügelperlen, das war sehr spaßig. Ich hab probiert, eine Skizze, die ich mal von Michelle und T1 gemacht hab, mit den Bügelperlen umzusetzen, und das hat mehr oder weniger gut geklappt. Lea und T2 hatten leider nicht so lange Zeit, sodass sich die Gruppe nach einiger Zeit etwas aufgelöst hat, aber alles in allem hat es sehr viel Spaß gemacht und es war cool, mal wieder sowas neues auszuprobieren. – Michel

Wir haben nett gequasselt. Ich hab ein SV-Wappen und eine Fisch-Senf-Karte gemacht. Die weißen Perlen sind mir nur leider selbst mit 3 Packs à 1000 Perlen ausgegangen.– Henrik

Der Kreativ-Tag hat auf jeden Fall dadurch gepunktet, dass es zwei Workshops gab

– etwas eher Handwerkliches und etwas eher Geistiges. So war hoffentlich für alle etwas dabei. Der Tag hat mir sehr viel Spaß gebracht, und ich bin wirklich zufrieden mit den Ergebnissen! – Marten

Lisa Felden

Im Zusammenhang mit diesem Tag präsentiert Bschw. Lisa Felden ihr eigenes Kunstprojekt „Maskierende“.

„Das Maskenkleid besteht aus (über) 100 FFP2- und medizinischen Masken, die ich während meines Praxissemesters bzw. während des letzten halben Jahres getragen habe. Genutzt habe ich es für eine Ausstellung in Kombination mit einem Happening im Rahmen des „KeinRundgang21“ der Kunstakademie. Der Rundgang, die Jahresausstellung der Kunstakademie Münster, konnte 2021 aufgrund von Corona erneut nicht stattfinden. Stattdessen wurde der ‚KeinRundgang‘ organisiert. Mehr Informationen auf www.keinrundgang21.de.

Science Slam

5 Dez

am 30. April 2021

Manche mögen sich im ersten Moment gefragt haben, was denn überhaupt ein Science Slam ist. Laut Wikipedia-Definition ist ein Science Slam ein „wissenschaftliches Kurzvortragsturnier, bei dem Wissenschaftler ihre Forschungsthemen innerhalb einer vorgegebenen Zeit vor Publikum präsentieren. Im Vordergrund steht die populärwissenschaftliche Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte.“

Und genau das war es auch. Fünf Mitglieder der Ingvaeonia hielten Kurzvorträge von etwa 10 Minuten zu einem Thema aus ihrem Fachgebiet und so entstand ein sehr interessantes Abendprogramm aus dem jede*r sicher viel Neues mitnehmen konnte. Leider fand auch diese Veranstaltung nur über Zoom statt, jedoch waren viele Mitglieder, Freunde und Familien zugeschaltet und lauschten aufmerksam den Vorträgen.

Nach jedem Vortrag gab es die Möglichkeit dem/der Redner*in Fragen zu stellen, in den Pausen hatten aber alle auch genug Zeit, um sich in Breakout-Sessions zu unterhalten.

Philipp Knaus begann mit seinem Vortrag mit dem Titel „Alte Knochen zum heißen Thema?“. Er erzählte von seinen Forschungen, bei denen mittels Röntgenanalyse von Dinosaurierknochen die Größe der Blutgefäße im Inneren bestimmt werden konnte. Daraus konnten wiederum Rückschlüsse auf die Ausdauer der Tiere geschlossen werden. Eine hohe Ausdauer ist heute nur noch bei Warmblütern und Waranen zu finden. Daher sind die großen Blutgefäße bei unseren Vorfahren, die sich gerade erst von den Reptilien getrennt hatten, ein Hinweis, wie sich Warmblütigkeit in Kombination mit der Ausdauer bei uns Menschen entwickelt hat. Mit diesem Thema traf er auf großes Interesse bei den Zuhörer*innen, denn eine gewisse Faszination für Dinosaurier schlummert vermutlich in den meisten von uns.

Unter dem Titel „Bin mal so direkt: Bock auf Sex?“ stellte Lisa Felden ihre Bachelorarbeit vor, die sie als Abschluss ihres Gemanistikstudiums geschrieben hat. Zu diesem Zwecke hatte Lisa die Chatverläufe von etlichen Personen auf der Dating- App Tinder analysiert und ausgewertet, was am besten funktioniert und so vielleicht dem ein oder anderen Inspiration für die nächsten Dating-Versuche gegeben.

Eine mit Bildern animierte Geschichte von Jockel Hassel stellte eine dystopische Zukunft der Digitalisierung in der Kinder- und Jugendmedizin dar. In dieser müssen ab der Geburt alle medizinischen Maßnahmen aufgezeichnet, dokumentiert und dem Staat zur Verfügung gestellt werden, um die bestmögliche medizinische Versorgung zu erhalten. Dadurch wurde die kritische Frage aufgeworfen, inwieweit man Krankenakten digitalisieren lassen sollte, und was die möglichen Folgen sind, wenn man bei den klassischen Methoden verbleiben möchte.

Manuel Lohbeck hielt seinen Vortrag über die Kunst des Zuhörens und gestaltete diesen sehr interaktiv. Nach einigen informativen Folien ging es direkt in den Selbstversuch. Es wurden Zweiergruppen in Breakout-Sessions gebildet und man sollte sich gegenseitig von seinem Tag erzählen. Besonderer Fokus lag dabei darauf, dem anderen zuzuhören und dem Gegenüber ein gutes Gefühl zu vermitteln.

Als letztes gab es den Vortrag „Mit Bock in den Nachbarschaftsstreit“ von Jan Philip Fahrbach, indem er bizarre und doch reale Fälle juristisch aufgearbeitet und sehr amüsant dargeboten hat. Man konnte das Fazit ziehen, dass sich die Aktivitas besser zweimal überlegen sollte, ob sie sich Ziegen anschafft.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde von den Zuhörer*innen abgestimmt, welcher Vortrag ihnen am besten gefallen hat. Die beiden Themen mit den meisten Stimmen waren von Philipp Knaus und Jan Philip Fahrbach. Jedoch möchte ich nochmal betonen, dass alle Vorträge sehr gut waren, und es insgesamt eine tolle Veranstaltung war.

Ausgeklungen ist der Abend, wie so oft, mit vielen verschiedenen Gesprächen in verschiedenen Breakout-Sessions.

Muse 4.0

21 Okt

+++ Aufgepasst! +++
Kunst. Musik. Dialog.

Die muse geht in die 4. Runde!

Der AMB Ingvaeonia möchte mit der muse4.0 Kunst und Musik in den Dialog bringen! Eine Vernissage über 3 Etagen sowie klassische und Unterhaltungs-Musik locken Publikum in Scharen in die Wehrstraße. Hier lebt Kunst aller Art von Begegnung und du kannst Teil davon werden!

Mach mit bei der muse4.0, indem du deine ganz eigene Kunst präsentierst – egal ob Bilder, klassische Musik oder im Rahmen der offenen Bühne. Alle sind eingeladen und herzlich willkommen, am Samstag, 30. Oktober 2021, dabei zu sein.

Programm:
16:00
Eröffnung mit klassischem Konzert

17:00
Eröffnung der Vernissage im Treppenhaus

19:00
Wohnzimmerkonzert und offene Bühne

Willst du dich als Act anmelden, schreib gerne eine Mail an musenwart@ingvaeonia.de oder melde dich direkt bei mir. Gerne können wir auch noch Fragen klären.

Für Getränke und Snacks wird gesorgt sein – einen Teil der Einnahmen werden wir sogar an einen guten Zweck spenden. 😏

Ich freue mich, wenn ihr mitmacht oder nur vorbeischaut!

Grüsli Müsli 🥣

P.S.:
Es gilt natürlich eine strenge 2G-Regel, um die Veranstaltung sicher in Präsenz durchführen zu können! 💉

Motto-Kneipe 05. Februar 2021

8 Mai

Von der Höhle zum Hochhaus

Nicht nur unser Bundesleben, sondern auch die Freizeitgestaltung der Studierenden wurden von einem zweiten Online-Semester im Lock-down getroffen. Weil wir uns also nicht in zwielichtigen Spelunken herumtreiben konnten, beschlossen wir, uns die Kneipe nach Hause zu holen – sprichwörtlich sogar, denn mal wieder konnten alle unsere Bundes- und Verbandsgeschwister sowie nicht-korporierte Gäste von zu Hause aus teilnehmen. Ob wir uns alte Zeiten zurückwünschen oder auf eine blühende Zukunft blicken wollen, blieb den Teilnehmenden selbst überlassen. Sie waren gebeten ein Kostüm unter dem Motto „Zeitreise“ zu tragen.

So versammelte sich eine Kneip-Corona aus Griechin und Römer, Steinzeitmensch und Soldat sowie Gegenständen vergangener Tage wie zum Beispiel ein gelber Sack oder ein Oetti „Rouge“ – das Helle mit dem strahlend rosafarbenen Etikett – und viele mehr.

Ohne Sakko hielt Bbr. Henrik Hegenberg das Officium möglichst kurz. Dafür konnten wir zeitig in die Spiele und den Spaß des inoffiziellen Teils eintauchen. Dafür wurden die Kneipant*innen verschiedenen Epochen zugeteilt: Steinzeit, Antikes Rom, deutscher Idealismus, Moderne und die Zukunft waren vertreten. Nach dieser Einteilung konnte unsere Zeitreise beginnen und Bschw. Michelle Oppermann führte uns mit Bbr.Bbr. Henrik Hegenberg und Jan Philip Fahrbach an ihrer Seite durch die Epochen der Ingvaeonen-Geschichte.

Unsere Historie hatte scheinbar vor etwa 200 000 Jahren in der Steinzeit begonnen. Seitdem hat sich sicher vieles getan, aber einiges ist heute kaum anders: Uns wurde berichtet, dass unsere Bundesgeschwister auch schon damals in schlecht beheizten Höhlen hausten, denen es am Presskeller mangelte. Dennoch ließen sich unsere Bundes- und Verbandsgeschwister des antiken Roms nicht davon abhalten, ein Trinkgesetz nach dem anderen zu schreiben.

»Trinke niemals Whisky mit Wasser und trinke niemals Wasser ohne Whisky.«

Bbr. Martin Neuhaus

Durch viele Trinkgesetze gestützt ist vermutlich das Kneipen-Schlagen entstanden, jedoch scheinen die Ingvaeonen in der Zeit von Antike bis zum deutschen Idealismus eine hohe Alkoholtoleranz aufgebaut zu haben. Zur Unterhaltung genügten durch kühles Bier allzu feuchte Kehlen nicht mehr. Die Kneipanten sehnten sich nach fröhlichen Späßen, sodass die Antiken-Gruppe eine Biermimik vortrug – selbstverständlich in Gedichtform, denn wir verfolgen schließlich das musische Prinzip.

Bisher blühte und gedieh die Ingvaeonia ungeschlagen. Von der Zukunfts-Gruppe erfuhren wir, dass unser Bund auch in der Disziplin Wachsen in den nächsten Jahrzehnten mit Höchstleistungen aufwarten wird: Im Jahr 2147 wird die Ingvaeonia in einem eigenen Hochhaus mit 56 Zimmern wohnen. Unser Haus in der Wehrstraße wird als Museum alter Ingvaeonen-Geschichte dienen. Um uns in dieser befremdlichen Zeit zurechtzufinden waren die zukünftigen Ingvaeonen so zuvorkommend, uns den Weg vom Bahnhof durch ein Labyrinth von fliegenden Luft-Rädern zu unserem Haus zu beschreiben.

Neben dem Nacherzählen unserer fiktiven Bundesgeschichte hatten die teilnehmenden Gruppen noch weitere kleine Aufgaben zwischendurch. So begleitete die Moderne uns mit falsch-zugeschriebenen Zitaten in Form von Tweets durch den Abend. Um mir die langen Erklärungen zu sparen, folgt ein Beispiel:

»Und ein rosiger Kuss ist nicht minder frei, so spröd und verschämt auch die Lippe sein.«

Katja Krasavice (Deutsch-Tschechische Sängerin und You-Tuberin mit auffallendem Äußeren)

Stammtische der Aktiven

8 Mai

Dieses Semester war immer noch alles ein bisschen anders.

Als wir uns im Sommer zusammensetzten, um das Programm für dieses Wintersemester zu planen, sah die Welt noch ein bisschen anders und vor allem freundlicher aus. Natürlich war uns schon da klar, dass wir wahrscheinlich die meisten Veranstaltungen nicht in Präsenz auf dem Haus veranstalten würden, aber ein kleiner Funken Hoffnung war noch da.

Und aus diesem Funken Hoffnung auf regelmäßige, kleine Präsenzveranstaltungen entstand schließlich die Idee der Stammtische. Jeden dritten Dienstag im Monat, für ein Semester, für Spiel und Spaß, gemütliches Beisammensein und ein bisschen Normalität in einer doch immer noch so verqueren Welt. Ursprünglich waren die Stammtische eigentlich als einfache monatliche Treffen gedacht, an denen man zusammensitzt und gemütlich ein oder zwei Bier/Glas Wein/Fritzlimos trink. Doch dann kam schnell die Idee auf, jedem der Stammtische ein Thema und ein Organisatorenteam zu geben. Gesagt, getan.

Nach dem ersten Stammtisch, der noch in der ursprünglichen Form stattfand und eher einem Spieleabend glich, an dessen Ende dann aber doch noch das eine oder andere Lied aus dem SV-Liederbuch angestimmt wurde, übernahm Eva die Planung des folgenden Abends. Am Ankonvent sagte sie noch, wir könnten uns schon darauf freuen, da es ein Abend, nur über sie sein würde. Damit sollte sie Recht behalten.

Unser zweiter Stammtisch war ein Abend von Eva, für Eva, mit Eva und über Eva. In Teams aufgeteilt durften alle Anwesenden im „Großen Eva bei der Ingvaeonia Quiz“ Fragen beantworten, die Evas Zeit auf dem Haus, in unserem Bund und im SV betrafen. In den drei Kategorien Lachgeschichten, Zahlen und Fakten und Große und Kleine Reisen mit fünf verschiedenen Schwierigkeitsgraden durften wir beweisen, wie gut wir Eva kennen: manche Antworten wussten manche Teams wirklich, bei den meisten wurde aber wild geraten. Spaß gemacht hat es aber auf jeden Fall und besonders rückblickend war es ein sehr schöner Abschied von Seiten Evas aus der Aktivitas.

Anmerkung aus der Redaktion: Eva Chavand ist inzwischen „Altingvaeone“.

Die Organisation unseres November-Stammtisches haben unsere zwei T(h)eresas übernommen. T1 und T2, wie sie auf dem Haus liebevoll genannt werden, brachten uns die Magie des verfrühten Plätzchenbackens näher, und während im Saal ein spontaner Spielabend stattfand, duftete bald die Küche der dritten Etage nach Schokoladengebäck und verfeinerter Erdbeermarmelade, der allen Anwesenden die Sinne verzauberte.

Der Stammtisch im Dezember, der gleichzeitig als Weihnachtsfeier fungierte, war der erste, an dem sich Corona wieder so richtig bemerkbar machte. Die Diskussion über die Weihnachtsheimkehr war kurz zuvor angestoßen worden, und so befanden sich die Personen, die sich dazu entschieden hatten Weihnachten in der Heimat zu verbringen, für die Weihnachtsfeier vor ihren Laptops in ihren Zimmern. Nichtsdestotrotz wurde, einer Weihnachtsfeier gebührend, ausreichend Glühwein getrunken und eine schöne Zeit gemeinsam verbracht.

Danach fiel die Tradition der Stammtische dem Stress der Klausurenphase zum Opfer: Im Januar warteten JP und Henrik ein paar Minuten in einem leeren Zoommeeting, bevor sie dann einen spontanen Filmabend veranstalteten, und an diesem letzten Stammtisch im Februar sah die Situation nicht sehr anders aus.

Dennoch waren die Stammtische eine schöne Idee und etwas, das vielleicht im kommenden Semester allen Hausbewohnern und in Münster ansässigen Aktiven die Chance gibt, für einen Abend dem stressigen Corona-Uni-Alltag zu entfliehen.

Bundesgeschichte

8 Mai

Rede eines der Gründerväter der Ingvaeonia beim Stiftungsfest 1958

In der SVZ 1/1983 fand ich eine interessante Rede, die Bbr. Karl Naber beim Stiftungsfest der Ingvaeonia 1958 über Sinn und Aufgabe studentischer Verbindungen gehalten hat. In der gleichen SVZ sind die Festreden zum 115. Stiftungsfest des SV in Nürnberg 1982 und beim 100. Stiftungsfest der Alt-Straßburg Freiburg veröffentlicht, und der Schriftleiter der Zeitung wollte offensichtlich den Kontrapunkt zu einer früheren Rede zum Thema setzen.

Die Rede ist ein Dokument, das das Denken der Zeit nach dem 2. Weltkrieg bis in die 1960er Jahre hinein sehr transparent macht. Die Verbindungen zu unserer heutigen Sichtweise möge jeder Leser selbst ziehen! Die Orthografie der Zeit ist bewusst nicht verändert!

Zu AH Karl Naber: 

Er ist einer der Gründerväter der Ingvaeonia.

Er war der erste Präside der Aktivitas im SS 1947

und von 1958 bis1961 der zweite AHV-Vorsitzende nach Fritz Krüger.

Beim 30. Stiftungsfest Anfang Juni 1977 waren er und andere Gründungsmitglieder zum letzten Mal in der Ingvaeonenrunde zu sehen. Damals hat er auch launig aus den Anfangsjahren der Ingvaeonia berichtet.

Verstorben ist AH Naber am 9.1.2002.

Das etwas andere Stiftungsfest, zweiter Versuch 14. November 2020

8 Mai

Ein ehrenwertes Haus

Vor 100 Semestern sind die Ingvaeonen in ihr 1A Haus in der Wehrstraße eingezogen. Das soll gefeiert werden, sodass wir unser Stiftungsfest im Sommer ohne Widerrede in den Winter verschoben. Dieser Plan ging leider nicht auf. Statt also die Aktivitas Teilnahme-Zahlen und eine entsprechende Tischordnung für die Stiftungsfestkneipe ausrechnen zu lassen, versammelten sich alle Ingvaeonen vor ihren eigenen Rechnern, um eine weitere Online-Kneipe zu schlagen – eine Chance, unsere Erfahrung mit Online-Formaten unter Beweis zu stellen.

Rasch bauten die Ingvaeonen auf dem Haus das wohlerprobte Mikrophon-Equipment auf, um Präsiden (Bbr. Henrik Hegenberg), Bierorgel (Bbr. Marten Geerdes) und Gesang der übrigen im Haus Wohnenden zu übertragen. Das Kneipgefühl wurde besonders durch die vielen lustigen Biermimiken verstärkt – häufig in musikalischer Form: Beispielsweise hatte sich ein Flaschenorchester geformt, um unser Bundeslied zu performen.

Ganz besonders hat Bschw. Charlotte Büscher sich ins Zeug gelegt, einen ihrer Texte darzubieten: Ein Ingvaeonen-Haus. Sie sang auf der Melodie zu „Ein ehrenwertes Haus“ von Udo Jürgens über eine lange Reihe von schönen Erinnerungen, die sie in ihren 2 Jahren auf dem Haus machen durfte. Dazu begleitete sie sich selbst auf dem Klavier.

Ein weiteres Highlight waren die spontanen Powerpoint-Präsentationen. Unvorbereitet wurden 5 unserer Bundesgeschwister dazu auserkoren, zu vorher festgelegten Themen einen Vortrag zu halten. Dazu hatte Präside Henrik Präsentationen vorbereitet, die mit thematisch mehr oder minder passenden Bildern aufwarteten. Die Bilder waren quatsch, die Vorträge quätscher, aber die Kneip-Corona war begeistert.

Mit Vorträgen und Liedern verging ein akademisch-musischer Abend mit feucht-fröhlichem Ausgang trotz Lock-down.

Sobald wir wieder außerhalb feiern dürfen, werden wir uns hier versammeln, um löbliches zu tun: Unseren Bund und sein Haus zu ehren.

Literatursofa über Zoom 01. Dezember 2020

8 Mai

Drei Wochen vor Weihnachten – mitten in der Pandemie. Weihnachtsstimmung? Gute Laune? Weihnachtsmarkt oder einen Ausflug in den Schnee? – leider nur in unseren Gedanken möglich.

An einem Abend im Dezember versammelten sich einige Ingvaeonen im Saal und über Zoom, um gemeinsam einen Ausflug in die Literatur des „Winters“ zu beginnen. Denn das diesjährige Literatursofa stand unter dem Motto „Winter“.

Der Abend begann mit einer Kindergeschichte des DDR-Autors Peter Hacks (1928-2003) in der sich ein Bär auf einen Försterball geschlichen hatte, der eigentlich von den Förstern gejagt werden sollte. Begleitet wurde dieser Beitrag, dank Corona und Moderner Technik, mit den Zeichnungen aus dem Buch.

Darauf folgten unter anderem Gedichte aus der Sammlung „A poem for every night of the year“. In dieser Sammlung gibt es, wie der Titel schon sagt, zu jedem Datum ein anderes englischsprachiges Gedicht. Wir hörten unter anderem das Gedicht des entsprechenden Datums und einige andere schöne Gedichte.

In einem anderen Beitrag hörten wir eine etwas andere komödiantische Wintergeschichte. Am 8. Dezember fing es an zu schneien, eine Frau und ein Mann bereiteten sich auf Weihnachten vor. Tag für Tag gibt es mehr Schnee, die beiden schneien ein. Es wird von Tag zu Tag dargestellt, was sich ändert, die Frau hält es nicht mehr aus, das Dach stürzt ein, und am Ende findet sich der Mann in einer Anstalt wieder. Anders, wie sich das jetzt vielleicht anhört ist die Geschichte sehr humorvoll gewesen.

Außerdem reisten wir gedanklich in Charlottes Buch in das winterliche New York. Ja ihr habt richtig gelesen: Bschw. Charlotte Büscher hat ein (noch) nicht veröffentlichtes Buch geschrieben, in dem es um die merkwürdige Phase vor dem richtigen Erwachsensein, Familiendynamiken und Freundschaften geht, genauer um zwei Frauen, die aus unterschiedlichen Beweggründen nach New York kommen und sich mit Umständen in einander verlieben.

Aufgelockert wurde unser Abend durch Lieder aus dem Hörspiel: „Der Schweinachtsmann“ nach einem Kinderbuch von Anfang der 2000er Jahre, in dem ein Schwein die Rolle eines Aushilfsweihnachtsmanns übernimmt.

Natürlich hatten wir noch viele weitere Beiträge, auf die ich gerade nicht mehr genau komme, bitte verzeiht mir das.

Na ja, auch wenn diese Veranstaltung Hybrid war, kann ich als Zoom-Teilnehmer sagen, wir hatten einen superschönen, gemütlichen und gemeinschaftlichen Abend, in dem wir alle viele schöne Impressionen über den Winter bekommen haben. Dieser Abend war perfekt, um ein bisschen runterzufahren und zwischen Uni, Klausuren und Corona-Stress auch ohne Weihnachtsmärkte, nicht zu vergessen, dass bald Weihnachten ist.

Dreieckskneipe der 3 SV-Bünde aus NRW 11. Dezember 2020

8 Mai

Im Dezember fand die NRW-Dreieckskneipe mit unseren Verbandsgeschwistern aus Aachen und Bonn auf ganz ungewohnte Art und Weise statt. Während die Welt bundesgeschwisterlichen Austauschs nun schon seit Monaten digital gelebt wird, musste schließlich auch der Traum platzen, unsere Verbandsgeschwister von der Arion Aachen und Makaria Bonn hier in der Wehrstraße 1a zu begrüßen. Dennoch setzten sich die drei Präsiden der Bünde zusammen und gestalteten damit die Dreieckskneipe in eine weitere Zoom-Veranstaltung um. Bbr. Henrik übernahm dabei die Leitung des Offizes, während die Leitung des Inoffizes dann mit seinen digitalen Spielideen an Vbr. Philip aus Aachen fiel.

Da die Charakteristik wie auch Vor- und Nachteile der digitalen Kneipen nun schon ausgiebig formuliert worden sind, möchte ich hier besonders auf die Unterschiede zur „klassischen“ Zoom-Kneipe eingehen.

So konnten wir Anwesenden den Klang einer digital eingespielten Bierorgel von Niklas aus Aachen genießen, die uns harmonisch durch den Abend brachte. Lediglich das Fehlen von Gesang war zunächst irritierend und das Singen allein im Zimmer auf einen Bildschirm starrend war für viele zunächst gewöhnungsbedürftig.

Umso nahbarer war daher der Austausch mit den teilweise noch unbekannten Verbandsgeschwistern aus Aachen und Bonn. Innerhalb von kleinen vier Personen Breakout-Sessions konnten somit für viele auch ohne persönliches Treffen die ersten SV Kontakte geknüpft werden. In Zeiten, in denen aufgrund von verordneter Distanz der persönliche Kontakt schon innerhalb des eigenen Bundes schwer genug ist, sind gerade diese Erfahrungen für unsere neuen Mitglieder enorm wichtig. Nur so können wir auch unser Verständnis von der besonderen Beziehung zwischen den drei NRW-Bünden im SV weitergeben.

Nach dem Offiz folgte dann ein mit kreativen Spielideen durchzogenes Inoffiz. Zunächst wurde einigen ahnungslosen Anwesenden eine Powerpointpräsentation bestehend aus vielen illustrierenden Bilder zugewiesen. Diese mussten zu einem ihnen offenbarten Thema ein Impulsreferat halten und dabei die wild durcheinander geschmissenen Bilder der Präsentation berücksichtigen. Diese Drucksituation für die Präsentierenden sorgte dabei verlässlich für eine Situationskomik, die einige Erinnerungen bescherte. Ganz oben auf der Erinnerungsliste steht dabei ein Impulsreferat über das natürliche Habitat und auch die natürlichen Verhaltensweisen von wilden Baustellenbaggern. Spätestens als das Thema Paarung von Baustellenbaggern angeschnitten wurde, fühlte man sich in eine Stand-up-Comedy Show versetzt.

Des Weiteren wurde von den anwesenden Bünden im Inoffiz noch eine kreative Leistung erwartet. So musste jeder Bund innerhalb einer Überlegungszeit über die Melodie von „die Gedanken sind frei“ eine eigene Corona-Verschwörungstheorie erdichten. Die Ingvaeonen entschieden sich dazu, ihre Verschwörungstheorie der Homöopathie und ihrem wundersamen Coronaheilmittel Globuli zu widmen. Hier ein Auszug:

„Globuli sind frei

verkäuflich erhältlich.

Sie helfen auch bei

Krebs, Aids und auch Herpes,

auch Covid und Pocken

können sie abblocken.

Es bleibet dabei,

Heilpraktiker sind geil.“

Am Ende des Abends konnte nicht nur jeder Bund seine eigene Verschwörungstheorie vorweisen, sondern jeder Bund sah sich auch daran erinnert, warum Aachen, Bonn und Münster innerhalb des SVs eine besondere Freundschaft pflegen. Gerade für die noch frischen Mitglieder aller Bünde war dieser Abend besonders wichtig, damit die Tradition der NRW-Dreieckskneipe in einer (vielleicht) nahen Zukunft ohne Corona fortgeführt wird.